Samstag, 18. Oktober 2014

Moin!

Ahoi!

Heute mal nix für den Magen...

Nach langer, langer Zeit lag heute mal wieder ein Schiff neben uns vor Anker, dessen Käpt'n ich seit Jahren nich zu Gesicht bekommen habe. Eine befreundete Piratenbraut nebst ihrem ersten Offizier konnte es sich nich nehmen lassen, einen Abstecher in ihren alten Heimathafen zu machen... und so blieb uns nix anderes übrig, als die Stadt unsicher zu machen!

Ihr Erster ist eine waschechte Landratte! Tiefstes Binnenland! Kein Meer in Sicht! (Wie erträgt man das???)

Und so starteten wir unseren Landgang mit einem feudalen Mahl, viel Rum und... naja, Ihr wisst ja, wie das läuft!!!

In der letzten Spelunke des Abends begrüßte ich das Tresenpersonal mit einem donnernden "MOIN!!!" 

Und ich musste nicht lange auf die leicht verwirrte Reaktion warten: Ein Blick auf das Chronometer sagte alles :-)

Um das ein für allemal klarzustellen: "Moin" hat nix, aber mal wirklich nix, mit der Uhrzeit zu tun!!! "Moin" ist alles in einem: "Morgen", "Tach", "n'Abend", "gude Nacht", "Tschüß", "Hallo"... und unter Freibeuterkollegen auch: "Man sieht sich!", "Halt die Ohren steif", "Läuft"... "Moin" erklärt sich hier quasi von selbst.

Aber ich bin voller Hoffnung! Er hat sich ne Piratenbraut geangelt, das wird er schon noch lernen. Und wenn nicht, wird er halt kielgeholt!

In diesem Sinne...

Moin!

Dienstag, 30. September 2014

Eier!

Ahoi, Männers!

Lange nix gehört und gesehen, aber der Käpt'n war etwas schreibfaul in letzter Zeit...

Heute, als unser Schatten am Kleinsten war, ankerten wir nach langer Fahrt vor der italienischen Küste. Schon schön. Aber nu mal nich gleich sentimental werden! Und außerdem brauchte ich mehr als dringend mal meine Ruhe. Nicht zu fassen, wie einem seine Mannschaft nach so ner Reise auf den Pinsel geht!!!

Italien, Land der reichen Feldherren, Golddublonen, Wein und natürlich Pasta... Da war sie, die Idee:

Spaghetti Carbonara (1 Portion)

100g Spaghetti
2 Eier
2 TL gemischte Kräuter
Salz
Pfeffer
Parmesan
Tomaten

Pott auf den Herd, Wasser mit etwas Salz zum Kochen bringen und Spaghetti drin versenken. Nebenbei die Eier mit Kräutern, Salz und Pfeffer aufschlagen und die Tomaten in winzige Würfel schnibbeln. Wenn die Nudeln al dente (Jungs... wirklich?! Bissfest heißt das!!!) sind, abgießen, zurück in den Topf, Rührei drüber und rühren, als hinge Euer Leben davon ab! (Wichtig: Nicht stocken lassen! Dann isses keine Carbonara mehr, sondern einfach nur Nudeln mit Rührei.) Spaghetti auf nen Teller, Tomatenwürfel drüber und mit ner großzügigen Portion Parmesan bestreuen.

Mohltied!



Hammereinfach, hammerlegger... Und nur um das ein für allemal klar zu stellen: Sahne hat nichts - aber auch gar nichts!!! - in einer Carbonara zu suchen!!! 

Ay!

Samstag, 4. Januar 2014

Swinkram!

Ahoi, Ihr festtagsgeplagten Landratten!

Na? Platzt der Wams? Kneift die Hose? Zwickt das Pistolenhalfter? Das Ihr Euch aber auch jedes Jahr zur gleichen Zeit nach allen Regeln der Kunst überfressen müsst!!! Okay, der Käpt'n hat auch ein Kilo eingebüßt... Deutlich weniger allerdings, als die letzten Jahre :-)

Trotzdem muss ich Euch allerschnellstens für die nächste Kaperfahrt in Form bringen! Also ab an Deck und solange Hampelmänner und Liegestütz gemacht, bis ich abpfeife... Wird's bald???!!!

Und wenn Ihr fertig seid, gibt's was zu Beißen, zur Entlastung Eurer Kilos endlich mal wieder ohne böse Kohlenhydrate.



Schweineschnitzel italienisch (für 2-3 Personen)

4 Schweineschnitzel in eine Auflaufform legen, mit einer Schicht Parmaschinken zudecken, 300 g Tomaten in Scheiben schneiden und darüber geben, darauf eine Lage Ruccola packen. Währenddessen in einem kleinen Pott 1/2 Packung Gorgonzola mit ein wenig Milch zu einer Sauce einkochen und in einer kleinen Pfanne eine Handvoll Pinienkerne anrösten (ohne Öl, die Dinger sind fettig genug!). Die Pinienkerne über den Ruccola geben und mit der Gorgonzolasauce übergießen. 1 Kugel Mozzarella zerpflücken und zusammen mit 30 g geriebenem Parmesan über den "Auflauf" geben. Bei 170°C Umluft etwa eine halbe Stunde im Ofen brutzeln lassen.

Mahlzeit!


Na, so schlimm war's doch gar nicht, oder? Auf ein tolles neues Jahr und ne Menge schmelzender Kilos!!!

Arrrhhhh!

Sonntag, 8. Dezember 2013

Ein alter Piratenhut?

Ahoi, Landratten!

Nachdem Christian und Xaver uns die Gischt ins Gesicht gepeitscht und etliche Segel und Takelage in Fetzen gerissen haben, ist endlich mal wieder Ruhe eingekehrt. Schauriges Schmuddelwetter, zugegeben - aber jedenfalls keine Gefahr mehr für Leib und Leben.

Passend zum aktuellen Schietwetter gab es bei uns an Bord gestern gleich zum Frühstück einen dampfend-heißen Teller Suppe. Ja! Zum Frühstück! Schließlich wärmt nichts besser durch...

Eigentlich zuckt die Mannschaft beim Wörtchen Suppe immer zusammen, macht lange Gesichter und kramt schon verzweifelt in der Seemannskiste nach "was zu beißen". Suppe geht bei uns an Bord maximal als Getränk durch. Ist ja flüssig... und dünn... und nix drin... und macht nicht satt... und... und... und...

Pustekuchen!

Um den Männern mal das Gegenteil zu beweisen, hab ich mich kopfüber in die Kombüse gestürzt und nen handfesten Klassiker zusammengerührt:


Cheeseburgersuppe (für 4-5 Personen)

Ab mit 'nem großen Pott auf den Herd, Öl heißmachen, 2 rote Zwiebeln kleinschnibbeln (ohne zu heulen!!! Das wäre schlecht für den Ruf als eiserne Piratenbraut...) und im heißen Fett glasig schmurgeln. 1 kg gemischtes Hack dazugeben und scharf anbraten, dann mit 500ml Rinderbrühe ablöschen. 8 Stangen Porree (keine Ahnung, wie viel das in Gramm sind!) in Ringe schneiden und mit in den Topf schmeißen, wenn's nicht reicht: noch etwas Wasser nachkippen. Wenn der Porree durch ist, 4 Packungen Schmelzkäse (2x Sahne, 2x Kräuter) dazugeben, schmelzen lassen. Zum Schluss alles mit Salz, Pfeffer, Muskatnuß und Curry (NEIN! Ihr habt Euch nicht verlesen.) abschmecken.

Mohltied!


Fazit der Mannschaft: Suppe ist doch nicht immer flüssig, dünn, durchsichtig oder gar ein Getränk :-)

Arrrhh! Piratenbräute haben eben den richtigen Riecher!


Sonntag, 21. Juli 2013

Wenn man Schnaps mit Schnaps verdünnt...

...ensteht ein Cocktail!

Moin, Ihr Haudegen!

Ausgeschlafen? Verkatert? Jemand vielleicht 'nen Rollmops zum Frühstück? Oder lieber saure Gurken?

Als ich gestern in meiner Hängematte baumelte und in einem Cocktailbuch schmökerte, nahm das Schicksal seinen Lauf... Die bunte Welt der Schnäpse begann in meinem Kopf zu kreisen. Und das noch vor dem ersten Schluck! Wer zum Henker ist bloß irgendwann auf die Idee gekommen, Schnaps mit Schnaps zu verdünnen, das ganze mit Milch, Eiern oder Gurken zu verpanschen und das allen Ernstes als Getränk zu servieren??? Wenn es doch auch ein großer Schluck direkt aus der Rumbuddel tut... Die Theorie: Derjenige muss schon 'nen kräftigen Sonnenstich gehabt haben ;-)

Aber auch 'ne Piratenbraut erkundet mal unbekanntes Gewässer. Nach intensivem Studium etlicher wüster Kombinationen hatte ich mich für den "Jamaica Glow" entschieden... Also ab in die Stiefel gesprungen, mit einem Satz über die Reling auf die Pier und ab zum Fusel-Fachmann.

Mit 'nem vollen Karren wieder an Bord (muss ja schließlich für die ganze Mannschaft langen!), ab in die Kombüse und fröhlich drauflosgeschüttelt. Das Ergebnis: SCHAUDERHAFT!!!!!!!!!! Wer hat den "Drink" erfunden und wie kann man das Gesöff runterkriegen??? Hätte ich meinen Männern das als Getränk verkauft, wäre die Meuterei vorprogrammiert gewesen! Selbst Brackwasser schmeckt besser! *ÜRX*

Also zurück in den Shaker und nochmal überarbeitet das Ganze... Nach ein paar Schlucken von diesem und einem Schuss von jenem entstand endlich etwas, das einem Cocktail würdig war:


Captain's First Try


6 cl Gin
1 cl brauner Rum (was wäre 'ne Piratenbraut ohne ihn...?)
3 cl trockenen Rotwein
5 cl Orangensaft
2 cl Zitronensaft
1 EL Rohrzucker
'ne gute Handvoll Crushed Ice

Alles zusammen ab in den Shaker, mit Schmackes schütteln bis das Eis geschmolzen ist (Ohren auf beim Cocktails basteln!), rein in den Blechbecher und Prost!





Wer's ein bisschen stilvoller mag, nimmt eben ein Glas mit ein bisschen Schischi am Rand, wie zum Beispiel 'ne Orangenscheibe oder bunten Zucker oder Papierschirmchen oder.... Puh!

Aber dass Ihr mir Morgen ja wieder geradeaus gucken könnt!!!

Ay!

Mittwoch, 12. Juni 2013

Zum Heulen... *schnief*

Moinsen, Jungens!

Nein, mich hat kein Hai zum Frühstück verspeist. Ehrlich gesagt bin ich vermutlich ungeniessbar. Oder das arme Tier würde einen Schwips bekommen. Wer weiß? Ich hab nur ne neue Mannschaft und das bedarf einer intensiven Einarbeitungszeit!

Vor ner halben Ewigkeit habe ich für unser Captain's Dinner eine Zwiebelsuppe verzapft. Aber eben nicht den Klassiker, ich will ja schließlich die Gourmets nicht langweilen.

Vor dem Kochen habe ich die Kombüsentür mit einem dicken Balken verriegelt! Warum? Sturzbäche von Tränen kullerten über meine Wangen. Und das steht einer Piratenbraut nicht besonders gut... Wer will schon ne Heulsuse zum Käpt'n???


Also Ärmel hochgekrempelt, mich mit meinem Schicksal abgefunden und rein ins Abenteuer:

Rote Zwiebelsuppe mit Vanille (für 8-10 Personen)


1 kg rote Zwiebeln (ja, wirklich!!!) in Ringe schnippeln und in einem großen beschichteten Topf in heißem Öl dünsten. Eine Schale der gedünsteten Zwiebeln beiseite packen, den Rest im Topf mit 100 ml Rotwein ablöschen und einkochen lassen. 300 ml Apfelsaft dazukippen, 1 Vanilleschote (in der Mitte aufgeschnitten) mit rein und wieder einkochen lassen. 4 EL Tomatenmark einrühren und zerstoßene, getrocknete Chilis und 2 TL Majoran nach Geschmack dazugeben. Wer es feuriger mag, nimmt eben etwas mehr Chili!! 2 l Kalbsfond dazu, mit Salz und Pfeffer abschmecken und ne Viertelstunde mit Deckel drauf köcheln lassen. Vanilleschote rausfischen, 200 ml Creme Fraiche in der Suppe verrühren und nochmal abschmecken. Vor dem Servieren die aufgehobenen Zwiebeln dazugeben und auf dem Teller mit einem Löffel geschlagener Sahne dekorieren (auch das Piratenauge isst mit - zumindest das ohne Augenklappe).

Dazu gab es Spieße aus gewürfeltem Thunfischsteak, einfach nur mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft in heißem Öl angebraten.


Und weil's so lecker war, war ich auch nicht schnell genug mit dem Fotografieren ;-)


Inspiration habe ich in diesem Fall mal wieder auf chefkoch.de gesucht.

Ay!

Montag, 29. April 2013

Post aus meiner Küche: Pommes, Eis und Schokolade - Teil 3

Wie die Zeit vergeht!

Nach unserer erfolgreichen Kaperfahrt nach Spanien, komme ich nun endlich dazu, Euch den dritten Teil meiner Flaschenpost vorzustellen: Schokolade!!!!

Schokolade selber machen lag an Bord echt nicht im Bereich des Möglichen, dafür hätte ich doch das Luxus-Schiff entern müssen, das im Hafen von Alicante direkt vor meiner neidblassen Nase lag. 


Den beengten Umständen unseres Schiffes angepasst und dank meines Tchibo-Kaufrausches vor einigen Wochen, habe ich auch etwas kleines aus Schokolade gezaubert :-)


Karamell-Herzchen- und Erdbeer-Blümchen-Lollies

2 EL Zucker und 1 TL Wasser in einer Pfanne zu Karamell schmelzen und auf einem Backpapier erkalten lassen, dann in kleine Stückchen zerbrechen.

Schokolade nach Geschmack zerbrechen, ich habe weiße und zartbitter genommen (für den farblichen und geschmacklichen Kontrast), im Wasserbad schmelzen. Dann je nach Form erst die Muster mit Schokolade füllen, kurz im Kühlschrank härten lassen, dann den Boden mit Schokolade bedecken, Karamellsplitter oder getrocknete Erdbeeren einfüllen und mit Schokolade bis zum Rand auffüllen. Lollie-Stiele in die Aussparung drücken und alles aushärten lassen. Fertig!

Das war mal einfach, was Männer? Also worauf wartet Ihr noch???