Montag, 29. April 2013

Post aus meiner Küche: Pommes, Eis und Schokolade - Teil 3

Wie die Zeit vergeht!

Nach unserer erfolgreichen Kaperfahrt nach Spanien, komme ich nun endlich dazu, Euch den dritten Teil meiner Flaschenpost vorzustellen: Schokolade!!!!

Schokolade selber machen lag an Bord echt nicht im Bereich des Möglichen, dafür hätte ich doch das Luxus-Schiff entern müssen, das im Hafen von Alicante direkt vor meiner neidblassen Nase lag. 


Den beengten Umständen unseres Schiffes angepasst und dank meines Tchibo-Kaufrausches vor einigen Wochen, habe ich auch etwas kleines aus Schokolade gezaubert :-)


Karamell-Herzchen- und Erdbeer-Blümchen-Lollies

2 EL Zucker und 1 TL Wasser in einer Pfanne zu Karamell schmelzen und auf einem Backpapier erkalten lassen, dann in kleine Stückchen zerbrechen.

Schokolade nach Geschmack zerbrechen, ich habe weiße und zartbitter genommen (für den farblichen und geschmacklichen Kontrast), im Wasserbad schmelzen. Dann je nach Form erst die Muster mit Schokolade füllen, kurz im Kühlschrank härten lassen, dann den Boden mit Schokolade bedecken, Karamellsplitter oder getrocknete Erdbeeren einfüllen und mit Schokolade bis zum Rand auffüllen. Lollie-Stiele in die Aussparung drücken und alles aushärten lassen. Fertig!

Das war mal einfach, was Männer? Also worauf wartet Ihr noch???


Dienstag, 16. April 2013

Post aus meiner Küche: Pommes, Eis und Schokolade - Teil 2

Eine einzige Kindheitserinnerung? Nein, da waren doch noch mehr... Der zweite Teil war also: Eis! 

Meine Mannschaft guckte mich leicht mitleidig an und überlegte, ob sie mich im nächsten Hafen in die Klinik für Geisteskranke Piraten einliefern sollte. Eis... in einer Flaschenpost... unterhalb des Polarkreises...???

Zugegeben, so einfach Eis verschicken geht natürlich nicht, auch nicht mit Ozean-Kühlung. Doch langer Rede kurzer Sinn:


Fanta-Smarties-"Cake-Cones" (3 Stück)

Schritt 1: Fantakuchen

Backofen auf 180°C vorheizen, 1 Tasse Zucker, 1 1/2 Tassen Mehl, 1/2 Tasse Öl, 1/2 Päckchen Vanillezucker, 1/2 Päckchen Backpulver, 1/2 Tasse Fanta, 2 Eier und 1 Prise Salz mit dem Handmixer verrühren, in eine gefettete Backform (Spring-, Kasten-, Herzchen-, Lamm-.........form - völlig egal, wird danach eh zerstört!) geben und im Backofen ca. 30 Minuten backen. Falls Ihr Euch nicht sicher seid, ob der Kuchen durch ist, steckt ein Holzstäbchen (Zahnstocher oder Schaschlikspieß) hinein. Wenn noch Teig kleben bleibt, dauert's noch. Danach den Kuchen auf einem Gitter abkühlen lassen.

Schritt 2: Frosting

40g Butter (auf Zimmertemperatur), 70g Frischkäse und 80g Puderzucker kräftig verrühren - Fertig!

Schritt 3: Mix it, Baby!

Den abgekühlten Kuchen nach Herzenslust zerkrümeln, mit einem Löffel nach dem anderen vom Frosting mischen, bis die richtige, matschige, aber formstabile Konsistenz erreicht ist. Dann eine Smarties nach Belieben untermischen.

Schritt 4: Schoko-Eiswaffeln

Eiswaffeln pur sind zu anfällig für Feuchtigkeit, deshalb habe ich 100g Schokolade mit 70% Kakaoanteil geschmolzen und 3 Eiswaffeln damit von innen ausgegossen und zum Trocknen in ein paar Gläser gestellt.

Schritt 5: Fill in and cover...

Den Teig-Frosting-Smartie-Mix in die Waffeln drücken und damit obenauf eine Eiskugel formen. 100g Schokolade mit 70% Kakaoanteil schmelzen und die Eistüten darin wenden (Achtung! Bitte erst noch ne Runde in der Hand drehen, sonst kleckert zu viel an der Waffel herunter!!), in Streuseln oder sonstigem Zuckerkram wälzen, trocknen lassen.

Ay, Matrosen! Klarmachen zum Nachmachen!!

Donnerstag, 11. April 2013

Post aus meiner Küche: Pommes, Eis und Schokolade Teil 1

Nicht nur von Süd nach Nord, sondern auch entgegengesetzt tanzte um Ostern herum eine Flaschenpost mit Kindheitserinnerungen auf dem Wellenkamm ihrem Ziel entgegen.

Ihr erinnert Euch an die wunderbaren Telefonate mit meiner Familie zur Ideenfindung? Wenn nicht: lest selbst!

Pommes, Eis und Schokolade...mhhmmm... meine Gehirnzellen glühten auf der Suche nach der Lösung, da musste erstmal der Hut an den Nagel in der Kombüsenwand gehängt und ein Kopftuch umgebunden werden, damit die Schweißperlen nicht in die Köstlichkeiten tropfen!

Doch ich will Euch nicht länger auf die Folter spannen:




Brause-Fritten mit Marmeladen-Ketchup und Schokoladen-Mayo


Für die Brause-Fritten 100g kalte Butter in Stücken, 1 Päckchen Vanillezucker, 1 Päckchen Brausepulver, 50g Zucker, 180g Mehl und 1 kleines Ei mit dem Rührgerät verkneten. Danach nochmal per Hand kräftig weiterkneten, zu einer Kugel formen und in Frischhaltefolie gewickelt für eine halbe Stunde in den Kühlschrank legen.

Backofen auf 200° Umluft vorheizen. Die Arbeitsfläche mit Mehl bestreuen und den gekühlten Teig darauf ca. 0,5cm dick ausrollen (je nachdem, ob Ihr lieber dicke oder dünne Fritten mögt) und in gleich breite Streifen schneiden, Länge der Streifen nach Wunsch kürzen (Kartoffeln sind ja auch nicht immer gleichgroß) und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen (Abstand lassen, einige neigen leider zum Zerlaufen) und im Backofen (je nach Dicke) ca. 10 Minuten goldgelb backen.

2 Packungen Brausepulver mit 1 EL Zucker mischen und die warmen Fritten darin wälzen, abkühlen lassen, fertig!

Für den Marmelden-Ketchup entweder den eigenen Bestand plündern oder wegen der Farbe 3 EL Hagebuttenkonfitüre und 1 1/2 EL Johannisbeergelee in einem Topf erwärmen, verrühren und zum Abkühlen in ein Schälchen füllen.

Für die Schokoladen-Mayo 100g weiße Schokolade im Wasserbad schmelzen und mit Schlagsahne mischen (Menge je nachdem, wie dickflüssig Ihr es gern hättet). Zum Abkühlen ebenfalls in ein Schälchen füllen.

Mahlzeit, Ihr Landratten!



Sonntag, 7. April 2013

Post aus meiner Küche... die Flaschenpost aus Ludwigsburg!

Am Samstag vor Ostern lag ich wieder mal gemütlich in meiner Hängematte an Deck und ließ meinen Blick über das Meer schweifen... als ich etwas Glänzendes auf unser stolzes Schiff zutreiben sah:

DIE Flaschenpost!

Kescher geschnappt, über die Reling gehängt, fast dabei über Bord gekippt und meine lang ersehnte Sendung eingesammelt:




Auch eine Piratenbraut war mal jung! Und Kindheitserinnerungen habe ich genug... Viel spannender ist es aber, das auch mit anderen zu teilen.
In Miriams Flaschenpost war eine echte Leckerei:




Zusammen mit meiner Mannschaft haben wir in nullkommanix das Päckchen leer gefuttert. Die letzten einsamen Krümel haben dann die Möwen bekommen :-)



Miriam hat die Oblaten ihrer Oma Schmidt gebacken:

500g Zucker in einem Topf karamellisieren, nach und nach 250g Sahne unterrühren (Gesicht und Flossen außer Reichweite, das gibt Brandblasen!!) und aufkochen. 200g gemahlene Nüsse und 2 EL Honig dazugeben und rühren, dann 200g Butter darin schmelzen lassen. Die Masse auf 5 Scheiben Oblatenwaffeln (bekommt man bei Marktkauf oder im türkischen Lebensmittelladen) verteilen, die Waffeln aufeinander schichten und über Nacht mit einem Backblech beschweren. Am nächsten Tag in Rauten schneiden.

Mann, war das lecker! Die wahre Freude für einen - Entbehrung gewöhnten - Piratengaumen :-)

Vielen Dank nochmal an Miriam nach Ludwigsburg!!! Das wird bestimmt mal nachgebacken...

Ahoi!

PS: Was in meiner Flaschenpost war, erfahrt Ihr natürlich auch noch!